Sachbuch Produktdetails

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Die Medici. Macht und Glanz einer europäischen Familie. ( sachbuch).

Die Medici. Macht und Glanz einer europäischen Familie. ( sachbuch).

 

     

    Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0

     

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    Kundenrezension:
    Diese Buch hat trotz einiger Mängel meiner Meinung nach durchaus fast die volle Punktzahl verdient. Zum einen, weil es wirklich umfassend die Familie de' Medici beschreibt und damit meine ich, dass die meisten Autoren sich bisher zumeist nur auf Cosimo den Älteren und Lorenzo den Prächtigen gestürzt haben oder aber, sollten doch mehr Mitglieder der Familie beschrieben werden, wie es zum Beispiel Volker Reinhardt getan hat, dann sind die Bücher doch eher dünn und mehr als ein Anriss der Biographien ist es nicht. James Cleugh allerdings beginnt bereits im Jahre 1291 mit der Geschichte der Medici und spannt dann den Bogen bis ins Jahr 1737, in dem der letzte Medici starb. Natürlich muss man auch hier sagen, dass Lorenzo der Prächtige den grössten Platz einnimmt ( ca. 120 Seiten ), aber das sei dem Autor verziehen, denn Lorenzo hat nunmal am meisten hergegeben. Aber wie dem auch sei, Cleugh erzählt relativ locker und macht es dem Leser damit leicht den Aufstieg der rein bürgerlichen Familie (bürgerlich zumindest bis ein Medici Papst wurde), das Leben in Florenz vor, während und nach der Renaissance und natürlich den Untergang der Medici nachzuvollziehen. Man wird mit der kompromisslosen Politik der damaligen Zeit konfrontiert, in der Mord, Intrigen und Opportunismus fast alltägliche Mittel zur Willensdurchsetzung waren. Aber genau hier ergibt sich auch schon ein kleiner Schwachpunkt: Der Autor ist zum einen sehr parteiisch, soll heissen, vor allem Lorenzo war für ihn ein toller Typ, der so gut wie alles immer richtig gemacht hat und zum zweiten driftet Cleugh manchmal ein wenig ab und stellt Thesen auf die unwissenschaftlich und schwer nachzuvollziehen sind. Die Stellen lesen sich dann zwar sehr gut, fast schon wie ein Roman, klingen aber einfach übertrieben gewollt, was wiederrum auf die eben erwähnte Parteilichkeit zurückzuführen sein könnte. Außerdem sind manche Passagen in dem Buch etwas wirr, da sich der Autor, zwar selten, aber immerhin, ab und zu selbst zu widersprechen scheint.
    Auch würde dem Buch mal eine Durchsicht von offizieller Hand ganz gut tun, da zum einen das Wort "gonfaloniere" (Bannerträger) durchweg nur als "gonfalonier" abgedruckt ist (auf diesen Fehler wird zwar hingewiesen, aber erst am Ende zwischen den Bildnachweisen und dem Personenregister) und zum zweiten bereits bekannt ist, das die Medici nicht an Gicht, sondern an Athrose erkrankt waren. Das gibt natürlich keinen Abzug in der Gesamtnote, aber ich finde bei einem Buch, welches noch frei erhältlich ist, sollte man bei Neuauflagen vielleicht auch auf Aktualität achten.
    Fazit: Ein gut zu lesendes, umfassendes Buch über eine interessante Familie, wohl die interessanteste Familie der Renaissance, welches aber mit Vorsicht zu genießen ist. Leser, die sich erstmalig mit den Medici befassen wollen, sei das Buch natürlich ans Herz gelegt, sie sollten aber nach der Lektüre noch auf weitere Bücher Zugriff nehmen. Das schon alleine aufgrund der nicht zu verhehlenden Pro-Lorenzo Stimmung des Autors. Für alle anderen, und dazu zähle ich auch, die schon Medici-Bücher hinter sich haben, kann es auch nicht falsch sein dieses hier zu lesen, da ja vielleicht auch hier noch das ein oder andere unbekannte Detail verborgen sein kann.

     

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